NCM Moscow + Schwacher neuer Akku?
#21
@micbu 
Wahres enthalten, 

aber Du könntest deinen Erfahrungshorizont erweitern...  Biggrin

Ein Pas-System mit Stromstufen-Steuerung ist äußerst stromsparend und wenn einstellbar, super gut als Sportgerät geeignet. 
Die Reichweiten sind mit einem üblichen MM-Motor nicht möglich. Und noch dazu ist da sogar die Durchschnittsgeschwindigkeit höher.
Ich kann das selbst gut vergleichen. Hab Beides.
LG
Christian

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#22
(25-10-2021, 12:16)MMartin schrieb:
(25-10-2021, 08:53)micbu schrieb: Wer sich ein e-Bike mit PAS System kauft, der hat sich im Vorfeld überhaupt nicht informiert oder sucht speziell ein System um mit möglichst wenig Eigenleistung mobil zu sein.
Dass solch ein System daher viel Akku Energie und nur wenig Bioenergie verbraucht sollte klar sein.
Natürlich KANN man auch viel Bioenergie einsetzen, aber das System verleitet einfach dazu den Akku die benötigte Energie zur Verfügung stellen zu lassen.
Ich selbst bin nur ein einziges mal solch ein Rad gefahren. Ist schon witzig, man bewegt einfach nur die Füße ohe sich in irgendeiner Form anzustrengen und das Bike fährt die eingestellte Geschwindigkeit
Sehr gut geeignet für Menschen die nicht mehr fit sind aber doch noch mobil sein möchten. Also gerade für ältere Menschen sehr gut geeignet.
Der Hauptgrund warum bei diesen Systemen der Akku schnell leer ist, ist also die Faulheit der Menschen selbst Leistung zu erbringen.
Wer tatsächlich etwas Sport betreiben möchte, der ist mit einem Drehmoment gesteuerten Bike deutlich besser bedient. Man kann, je nach Fitness und Gelände, die Unterstützung frei wählen und das Rad fährt nur so schnell, wie man selbst in die Pedale tritt.
Ich denke also auch, dass das Problem des Fragestellers einfach nur auf das genutzte System zurückzuführen ist, welches den Nutzer zur Faulheit verleitet.

Ich will mal nicht das schreiben was mir gerade durch den Kopf geht aber aus Deiner sehr beschränkten - nicht nur Erfahrung (1 Stunde Cry ) heraus solch eine Aussage zu treffen ist schon bemerkenswert. Weder "für Menschen die nicht mehr fit sind" noch für ältere und Faulheit ins Feld zu führen geradezu lächerlich.... ich denke Du hast das System einfach nicht verstanden!

Da schließe ich mich @MMartin und @Christtcwhm voll an
Seit ich das Moscow fahre bin ich einiges fitter geworden, was Radfahren angeht.
Benutze die Unterstützung auch hauptsächlich an steilen Stellen. Aber jetzt fahre ich Strecken welche ich vorher vermieden hätte.. 

Die Gewissheit ich komme wieder zurück weil ich im Notfall Unterstützung habe lässt mich doch andere Strecken fahren als mit dem BioBike.

Ich bin mit meinem ersten 48V Moscow mit einem Akku ( da noch 624 WH)  ca.168 km gefahren. Am Stück. Und hatte zu Hause noch ein Balken. Logisch dass da viel Eigenleistung und auch viel Schweiß dabei war.

Die Strecke ging durch den Schwarzwald nach Karlsruhe und retour. Um genau zu sein von Vollmaringen (Nagold) nach Liedolsheim (KA). 

Pseudo pedalieren kenn ich gar nicht. Ich brauche den Widerstand beim Treten. Also fahre ich die PAS Stufe wo ich ihn spüre.

Der Akkuverbrauch hat einfach sehr viel mit dem Fahrverhalten zu tun, wieviel eigene Kraft man einbringt. Was mich sehr erstaunt und auch begeistert hat war, dass ich an allen Mittelmotoren am Berg mühelos vorbeigefahren bin. Da das Moscow sehr leise ist, haben die mich vorher auch nicht gehört. Die Blicke waren unbezahlbar 😅
Moscow Plus / 29 Zoll / 48V / 16 AH 
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#23
(26-10-2021, 08:59)Waldkäfer schrieb: Was mich sehr erstaunt und auch begeistert hat war, dass ich an allen Mittelmotoren am Berg mühelos vorbeigefahren bin. 
Du hast damit gerade das bestätigt, was ich bereits geschrieben habe! Bier
Man wird zur Faulheit verleitet und überlässt dem Motor die Arbeit, denn mühelos an einem anderen vorbeifahren, der in etwa gleich fit ist, bedeutet nichts anderes, als dass man den Motor deutlich mehr unterstützen lässt.
Nicht mehr und nicht weniger. Viele wollen das halt so. Jeder hat da seine eigene Vorlieben oder sind einfach auf diese einfache Art des Fahrens angewiesen, weil sie es körperlich sonst nicht schaffen. 
Und das ist wieder völlig wertneutral von mir gemeint!
#24
Big Grin 
Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem... Biggrin

Frei nach diesem Motto müsste ich meinen Senf jetzt wirklich nicht auch noch dazugeben, aber wie so mancher andere hier ärgere auch ich mich immer wieder über die sorglose Verbreitung von Vorurteilen, die bei Unerfahrenen zu so völlig verzerrten Bildern führen können.

Seit Mitte 2018 habe ich auf meinen eBikes über 25.000 km zurückgelegt, hauptsächlich auf NM, und dies ausschließlich unter sportlichen Gesichtspunkten. Die weitaus meiste Zeit in den letzten 18 Monaten habe ich dennoch auf MM-Bikes verbracht. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungswerte möchte ich Prof. Christtcwhm erst einmal voll umfänglich Recht geben – er hat das Wesenentliche perfekt auf den Punkt gebracht. Bier

So gut wie jede Kritik am NM erweist sich bei ein wenig Nachhaken als Anwenderfehler. Wer sich im Vorfeld nicht mit der Technik und den daraus resultierenden Erfordernissen beschäftigt, kann die Möglichkeiten des Systems nur sehr unzureichend nutzen oder es sogar nachhaltig beschädigen. Dies gilt umso mehr, je welliger/hügeliger/bergiger die Topographie ist und je häufiger man geteerte Wege verlässt. Zu Frust, kurzen Reichweiten oder gar Ausfällen (Stichwort: Controller-Überhitzung) führen nicht den Verhältnissen und/oder Anforderungen angepasste PAS-Einstellungen – nicht das System selbst.

Doch auch die Aussage, dass ein NM-Motor "zur Faulheit verleitet", kann ich so nicht stehen lassen. Das kann ebenso genau andersherum sein.

Nehmen wir als Beispiel das Forstwegenetz, wie wir es in den bekannten Mittelgebirgsregionen vorfinden, im Sauerland, Thüringer Wald, dem Rheinischen Schiefergebirge, der Rhön, dem Harz bis hin zum Schwarzwald, typischerweise mit einer mittleren Steigung so zwischen 5 und 10 %. Wenn ich mit einem Moscow unterwegs bin, weiß ich, dass ich kaum über 15 km/h komme, oft nur 12 km/h oder noch weniger. Also wähle ich PAS 1 oder 2; mehr geht schlicht nicht.

Gleiche Strecke mit dem MM-Bike: Geschwindigkeit ist dieselbe, aber je höher ich die Unterstützungsstufe wähle, desto weniger muss ich mich anstrengen. Wenn ich schon 50 oder 70 km hinter mir habe, ist die Versuchung groß, von Eco oder Tour auf EMTB oder gar Turbo zu schalten und entsprechend viel Strom zu verbrauchen; beim Moscow gibt es diese Versuchung erst gar nicht.

Deshalb gewinnt das NM-Bike so ziemlich jeden Reichweitenvergleich.

Was auch nicht wirklich stimmt, ist, dass körperlich eingeschränkte Menschen mit einem NM-Bike grundsätzlich besser bedient sind, weil es eine trittfaule Fahrweise erlaubt; zumindest ist diese Darstellung nicht pauschal richtig: Wenn ich im Flachen auf geteerten Wegen mit einem Bosch-Motor auf Turbo gehe, ist der Tritt in die Pedale auch nicht viel mehr als ein Pseudo-Pedalieren; lediglich das Beschleunigen und Erreichen hoher Geschwindigkeiten ist mit dem NM erheblich einfacher. Sobald es allerdings steil wird, gewinnt das MM-Bike, weil der Nabenmotor bei größerer Steigung immer mehr Unterstützung durch den Fahrer braucht, weit mehr als über Kette unterstützte Bikes.

Wer sich im Vorfeld überhaupt nicht informiert hat (respektive von einem Händler "beraten" wurde, was oft auf's Gleiche hinausläuft), ist erkennbar nicht der NM-Fahrer, sondern immer derjenige, der im Flachland mit einem Mittelmotor-Fully und 160er Fox Factory Grip 2 unterwegs ist.
Moscow+ 29" / 07.18 / 13.561 km (nur offroad)
Moscow +29" / 11.19 / 3.922 km
Moscow 36V 29" / 04.17 / 6.137 km
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Mondraker Crafty XR
Moscow+ 27,5" | Fischer Proline 1608
NCM Prague | NCM Milano | Diavelo e525m








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#25
(20-10-2021, 16:52)tomw schrieb: Ich lese positive Beiträge von 100km und über 1000 Höhenmetern und noch 3 Balken Rest.


Tom

Wo liest du das denn und um welches Fahrrad geht es dabei?


Ich bezweifle mal stark, das die Balkenanzeigen zur Restkapazität an unterschiedlichen Fahrrädern vergleichbar sind...

Ich nutze an meinem Prague - je nach Steigung - die Kettenschaltung und die PAS-Steuerung so, dass der Schubbalken (heißt der so?) etwa bei der Hälfte bleibt.
Damit komme ich wesenlich weiter, bzw. hab am Ende mehr Rest Akku-Balken.
Das hab ich - auf gleicher Strecke - mehrfach probiert.

Zum Vergleichen hab ich oft meine Frau mit ihrem 26"-Prague dabei.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Das Fahrergewicht und die Radgrösse spielen eine große Rolle.

Meine Frau wiegt 55kg und ich 92Kg.
Ihr Motor hat durch die 26"-Räder auch viel weniger Arbeit als meiner mit den 29"-Rädern, also hält auch der Akku länger.
Diese Übersetzung lässt sich auch nicht kompensieren, da beide die gleiche Shimano-Schaltung haben.
Am Berg zieht sie mir einfach davon - immer!...
[color=#339966][b]Ciao,[/b][/color]
[b][color=#339966]Bernhard[/color][/b]
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  • Tiger2017
#26
Alles richtig, bis auf eine Kleinigkeit: Theoretisch hat man umso weniger (und nicht mehr) Verbrauch, je größer die Räder sind. Ganz einfach deshalb, weil die Wegstrecke pro Radumdrehung länger ist.

Dieser Effekt ist allerdings so marginal, dass er in der Praxis keine Rolle spielt.

Die Unterschiede zwischen Deinem Moscow und dem Prague Deiner Frau sind vielfältig, was einen direkten Vergleich mehr als schwierig macht. Insbesondere hat sie 36V gegenüber Deinen 48V. Aber selbst der Reifendruck hat einen deutlich größeren Einfluss auf den Verbrauch als der Umfang. Insgesamt reden wir von mehreren Dutzend nennenswerter Einflussgrößen.
Moscow+ 29" / 07.18 / 13.561 km (nur offroad)
Moscow +29" / 11.19 / 3.922 km
Moscow 36V 29" / 04.17 / 6.137 km
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Mondraker Crafty XR
Moscow+ 27,5" | Fischer Proline 1608
NCM Prague | NCM Milano | Diavelo e525m








#27
Hallo,
...eher nicht..
Der Motor mit dem kleineren Laufrad kommt schneller in den Bereich ,
an dem durch die Generatorspannung die Stromaufnahme sinkt (siehe Leistungsbalken)
Das kleinere Laufrad hat beim beschleunigen und natürlich Bergauf den Vorteil ,weniger
Drehmoment aufbringen zu müssen. (Drehmoment = Strom)

mfg Martin
...nur da quer bist wer..(W.Röhrl)
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